Smart Water Rollout: Resiliente Wasserinfrastrukturen mit LoRaWAN

Wasser ist eine unserer wertvollsten Ressourcen. Extremwetterereignisse, wachsende Urbanisierung und Ressourcenknappheit erhöhen den Druck auf urbane Wassersysteme. Um flexibel auf Starkregen, Trockenperioden oder Veränderungen der Wasserqualität reagieren zu können, benötigen Städte eine kontinuierliche Datengrundlage. Digitale Lösungen und Funktechnologien wie LoRaWAN ermöglichen die flächendeckende Erfassung von Daten und bilden damit die Basis für resiliente Wasserinfrastrukturen.

Gleichzeitig setzen europäische und nationale Initiativen wie der European Blue Deal oder die Nationale Wasserstrategie klare Leitplanken für eine nachhaltige und zukunftssichere Wasserversorgung. Im Mittelpunkt steht dabei zunehmend das Prinzip der Resilienz: Infrastrukturen sollen nicht nur zukunftsfähig, sondern vor allem widerstandsfähig und anpassungsfähig betrieben werden.

LoRaWAN als Technologie der Wahl für resiliente Wasserinfrastrukturen

LoRaWAN hat sich schon lange als wegbereitende Technologie für Stadtwerke und die Wasserwirtschaft erwiesen. Städten bietet der Funkstandard echte Mehrwerte, indem er tausende Sensoren und Geräte kostengünstig und flächendeckend vernetzt. Die Technologie ermöglicht eine große Reichweite bei gleichzeitig sehr geringem Energieverbrauch. Zenner kombiniert LoRaWAN mit weiteren Technologien wie Wireless M-Bus und ermöglicht damit einen flexiblen Rollout.

Digitale Lösungen entlang der gesamte Prozesskette

Der Aufbau resilienter Wasserinfrastrukturen erfordert mehr als den punktuellen Einsatz einzelner Technologien. Zenner bietet als Smart Water Solution Provider heute Lösungen entlang der gesamten, digitalen Prozesskette – von der Pegelstandsüberwachung und dem Gewässermonitoring über die Sicherstellung der Verteilung im Versorgungsnetz bis zur transparenten Verbrauchserfassung.

Schritt 1: Gewässermonitoring und Pegelstandsüberwachung

Ob ein überlaufender Fluss oder das Eindringen des ansteigenden Hochwassers in Geschäfts- und Wohnhäuser – viele Szenarien, die durch Starkregen oder andere Wetterereignisse entstehen, bleiben meist unerkannt. Mit einer LoRaWAN-gestützten Pegelstandsüberwachung an neuralgischen Orten können diese Szenarien automatisch erfasst und an die notwendigen Stellen weitergeleitet werden.  Auch Grundwasserpegelstände und Wasserqualität lassen sich so überwachen. Mithilfe einer IoT-Plattform, wie B.One element iot von ZENNER, werden die Daten in Echtzeit und bedarfsgerecht bereitgestellt.

Brücke mit Pegelstandssensor für resiliente Wasserinfrastrukturen
Illustration der Metering as a Service App

Schritt 2: Resiliente Verteilnetze durch Leckageerkennung für resiliente Wasserinfrastrukturen

Ein anschauliches Beispiel für widerstandsfähige Wassernetze ist die Leckageerkennung. Weltweit gehen durch Netzverluste rund 126 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr verloren. Leckagen und Unregelmäßigkeiten lassen sich durch eine intelligente Überwachung frühzeitig lokalisieren, Wasserverluste reduzieren und Instandhaltungsmaßnahmen gezielt planen.

Um Wasserversorger hierbei zu unterstützen, kooperieren Zenner und die Fast GmbH seit letztem Jahr. Das Ziel: Eine adaptive Lösung zur digitalen Wassernetzüberwachung bereitzustellen, welche eine ideale Ergänzung zum bestehenden LoRaWAN-Netz darstellt.

Schritt 3: Verbrauchserfassung und Smart Water

Den dritten Schritt bildet die Verbrauchserfassung. Smarte Technologien und Messtechnik bieten hier entscheidende Vorteile: Sie erkennen Leckagen frühzeitig, überwachen Netze in Echtzeit und sorgen für präzise Verbrauchserfassung und -abrechnung. Seit über 100 Jahren produziert Zenner eigene Wasserzähler. Heute bietet das Unternehmen ein umfassendes Portfolio an smarter Messtechnik und Sensorik für die Wasserwirtschaft, wie den IUWS B.One Ultraschall-Hauswasserzähler. Der Zähler ist mit der Funktion „Parallelfunk“ ausgestattet und überträgt Messdaten gleichzeitig über LoRaWAN und Wireless M-Bus.

Illustation eines eingebauten IUWS B.One Ultraschallwasserzählers

Mit der Komplettlösung B.One Metering as a Service (MaaS) by Zenner können Wasserversoger zudem den kompletten Prozess in einer Plattform umsetzen. Kunden profitieren von einer zentralen Plattform, die Verbrauchsdaten in nahezu Echtzeit liefert und Transparenz in allen Bereichen schafft.

Das  Zusammenspiel aller drei Schritte ermöglicht den Smart-Water-Rollout und den Aufbau resilienter Infrastrukturen in der Wasserwirtschaft. Verbräuche lassen sich besser planen, Ressourcen gezielter einsetzen und sichern sowie potenzielle Engpässe frühzeitig identifizieren. Perspektivisch eröffnet dies auch neue Möglichkeiten der Kommunikation, etwa durch eine gezielte Information an Bürgerinnen und Bürger per Dashboard oder App.

Smart Water Rollout live erleben

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